Zurück aus der Welt

Samstag, 14.03.2015

Nach genau 50 Wochen bzw. 350 Tagen sind wir wieder aus der Welt, die für ein Jahr unser zu Hause war, in unser altes Zuhause zurückgekehrt.

Wir haben bei unserer eigentlich unbeschreiblichen Reise nun tatsächlich einmal die Erde vollständig umrundet. Wir sind dabei insgesamt 36mal in Flugzeuge gestiegen, aber haben auch viele Bus- und Zugfahrten und auch Schiffsreisen unternommen. Allein in Australien, Neuseeland und Hawaii fuhren wir selbst mit angemieteten Fahrzeugen über 20.000 Kilometer, was bereits der Hälfte des Erd-Umfanges entspricht. In unsere Reisepässe kamen bei der Erdumrundung insgesamt 52 Stempel und auch 8 Visa.

Wir haben faszinierende Landschaften gesehen und auch beeindruckende Menschen getroffen. Wir haben neue Menschen kennengelernt und neue Freunde gefunden. Wir haben unser Schul-Englisch deutlich verbessert, aber auch viele Gespräche nur mit Gesten geführt. Und wir haben gelernt, dass man mit Freundlichkeit und einem Lächeln sehr weit kommt. Wir haben festgestellt, dass die Menschen zwar unterschiedlich sind und auch aussehen, aber trotzdem gleich sind. Wir sind von diesen Menschen nahezu immer freundlich, höflich und respektvoll aufgenommen worden und haben Hilfsbereitschaft, Wertschätzung und Achtung erfahren. Wir haben gespürt, dass arme und einfache Menschen manchmal sehr viel reicher sind als Menschen mit viel Geld, weil sie durch ihre Bescheidenheit und dem Fehlen von Neid viel zufriedener sind.

Wir haben uns auf unserer langen Reise immer sicher gefühlt, sind nie bestohlen, betrogen oder bedroht worden. Von einigen Kleinigkeiten wie etwa Magenverstimmung, Unwohlsein oder leicht erhöhter Temperatur waren wir ein ganzes Jahr lang kerngesund und nie krank. Und wir haben immer Zeit für uns und andere gehabt und uns auch Zeit genommen. Wir konnten bleiben, wo andere schon längst weg mussten.

Aber wir haben leider auch sehen müssen, wie schlecht mit unserer Erde und ihren Ressourcen umgegangen wird. Wir haben erlebt, dass die Erde gnadenlos ausgebeutet wird und dabei ohne Rücksicht vieles zerstört wird oder verloren geht. Und wir haben leider immer wieder festgestellt, dass Geld die Welt regiert, aber es vieles und vor allen die Menschen negativ verändert. Doch das Reisen war wunderschön, aber auch sehr anstrengend. Immer wieder mussten wir alles neu organisieren, neu planen und neu gestalten, immer wieder mussten wir uns an neue Situationen gewöhnen oder uns auf völlig Unbekanntes einlassen. Aber gemeinsam haben wir alles in unseren Augen bravourös gemeistert und bewältigt, worauf wir sehr stolz sind. Und natürlich sind wir sehr glücklich und unglaublich dankbar, dass wir diese Reise gemeinsam unternehmen durften!

Wir haben unsere ursprünglich geplante Reiseroute und auch die Reisedauer in etwa eingehalten, obwohl wir immer ausgesprochen flexibel waren und auch reagiert haben. Natürlich haben wir auch viel Geld ausgegeben und dennoch sind wir deutlich reicher zurückgekommen. Wir haben festgestellt, dass die Welt, in der wir waren, überall schön ist, wenn man sie mit den richtigen Augen betrachtet. Und wir wissen jetzt erst recht, dass man das Leben mit einem Buch vergleichen kann, aber wer nicht reist, kennt nur die allererste Seite.

Natürlich möchten wir allen danken, die sich mit uns verbunden fühlten und gedanklich mitgereist sind. Gleichermaßen müssen wir sagen, dass es für das Reisen nie zu spät ist und daher ermutigen wir alle, deren Interesse wir geweckt haben, es uns gleich zu tun und in die Welt hinaus zu fahren. Denn wir sind genau der Meinung von Wilhelm Busch, den wir abschließend noch zitieren möchten:

Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele:                                                                Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur.                                                       Darum, Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist's! Reise, reise!

   

   

Las Vegas

Mittwoch, 11.03.2015

Nach drei Wochen auf Hawaii brachte uns ein Nachtflug in das verrückte und lebhafte Las Vegas. Mit dem Hotel Treasure Island hatten wir eine Unterkunft mitten am Las Vegas-Strip gefunden, an dem sich eigentlich alles abspielt.

Da wir in Las Vegas bereits vor einigen Jahren schon einmal waren, war für uns nicht alles mehr so neu und aufregend. Trotzdem strahlt diese verrückte Stadt immer noch eine gewisse Faszination aus. In den unzähligen Casinos sitzen Menschen jeden Alters und Nationalität und verspielen ungeheure Summen an Dollars an Poker- und Roulettetischen und an Spielautomaten, die hier zurecht einarmige Banditen genannt werden.

Vor großen Hotels gibt es Attraktionen wie Wasserspiele mit gewaltigen Fontänen oder Vulkanausbrüche mit viel künstlichem Feuer. In den großen Hotels am Strip gibt es ein attraktives Show-Programm. Es treten bekannte Künstler wie etwa Elton John, Rod Stewart und Britney Spears auf. Mit einer großen Beatlesshow und -ganz neu- MIchael-Jackson-Show werden große Musiker gefeiert. Außerdem gibt es wunderbare Vorstellungen des Cirque de Soleil mit ganz besonderer Akrobatik, Kostümen und vielen Show-Effekten. Wir konnten uns davon in der Show "Mystere" überzeugen und uns begeistern lassen.

Wir genießen hier die letzten Tage unserer fantastischen Reise in dieser schrillen und bunten Welt, die doch so ganz anders ist als das, was wir in unserem Reise-Jahr erleben durften.

Und so ganz langsam und allmählich müssen wir uns wohl wieder daran gewöhnen, dass wir nach Deutschland zurückkehren.

Big Island oder inmitten des pazifischen Feuerrings

Sonntag, 08.03.2015

Nach einem Zwischenstopp auf der Insel Maui flogen wir nach Big Island, der größten Insel auf Hawaii. Eigentlich und richtigerweise heißt nur diese Insel Hawaii. Sie wird nur wegen der häufigen Verwechslung mit dem gleichlautenden Namen des ganzen Staates Big Island genannt.

Big Island ist mit 10.450 Quadratkilometern fast doppelt so groß wie die übrigen Inseln zusammen. Aber sie ist nicht nur die größte Insel, sondern auch die jüngste Insel der gesamten Inselkette. Typisch für Big Island sind die beiden über 4.000 m hohen Schildvulkane und einige, noch aktive kleinere Vulkane.

Mit unserem Jeep erkundeten wir den Vulcanoes National Park. Sehr beeindruckt waren wir von riesigen Lavafeldern, die zum großen Teil ihr Ende erst im Meer fanden. Und auch von der Flora, die sich ihren Lebensraum in dieser kargen, neu gebildeten Landschaft zurückerobert. So wie der zum Beispiel hier sehr zahlreich vorkommende Lehua-Baum mit dem wissenschaftlichen Namen Metrosideros polymorpha. Dies ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Eisenhölzer innerhalb der Familie der Myrten-Gewächse und wird hier in Hawaii wegen der leuchtend roten Blüten Lehua genannt. Auf dem trockenem Lavagestein ist sie eine Pionierpflanze und bietet mit ihrer Wassergewinnung durch Nebelkondensation auch anderen Pflanzen und Tieren neuen Lebensraum.

Eine ähnliche Pflanze haben wir auch schon in Neuseeland kennengelernt. Hier heißt sie Pohutukawa oder auch neuseeländischer Weihnachtsbaum, da dieser Baum dort an Weihnachten blüht. Aber auf Hawaii ist eben alles anders und da wir viel weiter nördlich sind, blühen die Eisenholzbäume eben später.

Aber neben den riesigen Lavaflächen schauten wir uns natürlich noch andere Dinge auf dieser Insel an. So besichtigten wir die wunderschöne Kirche Sankt Benedict, die hier auch als Painting Church bekannt ist. Und natürlich durfte auch ein Ausflug zu den sich 135 m in die Tiefe stürzenden Akaka-Falls nicht fehlen.

Hawaii gefällt uns gut, aber leider hat uns das schöne Wetter verlassen.

   

   

   

 

 

Abenteuer Garteninsel

Sonntag, 01.03.2015

Von Oahu flogen wir nach Kauai, die auch die Garten-Insel genannt wird. Hier wächst eigentlich fast alles. Der Grund dafür sind die immens hohen Niederschläge bei gleichzeitig aber auch vielen Sonnenstunden. Kauai ist übrigens auch die mit Abstand älteste Insel des gesamten Archipels.

Auch hier mieteten wir uns ein Auto, um die Insel besser kennen lernen zu können. Quartier fanden wir in einem kleinen, aber feinen Häuschen inmitten schönster Natur abseits jeglicher Touristenströme.

Neben der üppigen Vegetation ist mit Sicherheit der Waimea Canyon die größte Attraktion auf Kauai. Man nennt diesen Canyon auch den Grand Canyon des Pazifiks. Wir haben den Grand Canyon in Arizona/Vereinigte Staaten von Amerika bereits in früheren Jahren bereist und fanden hier auf Kauai diesen Vergleich sehr treffend.

Aber auch Wandern gilt als Highlight auf Kauai. Natürlich sollte es bei uns nicht nur einfaches Wandern sein, sondern schon etwas aufregendes. So suchten wir uns einen der anspruchsvollsten Tracks aus, nämlich den Honopu Ridge Trail, zu deutsch in etwa der Honopu-Bergrücken-Pfad. Dieser Weg beginnt bei 4.000 feet (ca.1.300 Meter Meereshöhe) und endet bei etwa 3.000 Feet (ca.1.000 Meter Meereshöhe). Das ist an und für sich eigentlich nichts besonderes. Aber da es sich wie bereits beschrieben bei diesem Weg um einen Pfad auf einem Bergrücken handelt, ist das Besondere, dass man hier doch tatsächlich nahezu senkrecht bis zum Meeresspiegel hinabblickt.

Wir liefen den Weg tapfer bis an sein Ende, kletterten über jede Menge umgestürzte Bäume, mussten manchmal den Weg im dichtesten Wildwuchs regelrecht suchen, meisterten die rutschigsten Steilhänge und wurden dabei durch und durch nass. Das lag allerdings nicht an unserem Angstschweiß, sondern vielmehr an den feuchten Wolken, die von der Na Pali Coast unter uns zu uns nach oben geblasen wurden. Daher konnten wir auch leider nicht in die tiefen Abgründe hinunter sehen und die Aussicht, die als eine der beeindruckendsten der Welt beschrieben wird, genießen. So ließen wir uns wenigstens unser mitgeschlepptes Picknick an traumhafter Stelle direkt am Abgrund schmecken und waren trotzdem stolz auf uns. Übrigens brauchten unsere Klamotten und Schuhe mehr als einen Tag, um wieder trocken zu werden.

   

   

Da geht's lang     Mittagsrast am Abgrund

Oahu

Mittwoch, 25.02.2015

Natürlich mussten wir Waikiki, dass uns trotz seiner Touristen doch lieb geworden war, irgendwann mal wieder verlassen. Wir mieteten uns ein sehr schönes Auto und erkundeten damit die Insel Oahu. Hawaii ist nämlich nicht einfach nur Hawaii, sondern es besteht aus vielen Inseln. Und eine davon ist Oahu mit Honolulu und Waikiki.

Wir fuhren als erstes direkt nach Pearl Harbor und bekamen dort eine Lektion in Sachen Geschichte. Am 7. Dezember 1941 griffen hier die Japaner ohne Kriegserklärung und ohne jegliche Vorwarnung die amerikanische Flotte an, um sie zu vernichten und damit ihren eigenen Siegeszug im Pazifik zu beginnen. Allein auf dem dabei versenkten Schiff "USS Arizona" kamen 1.144 amerikanische Marine-Soldaten ums Leben. Wir besichtigten das Denkmal, das unmittelbar über dem immer noch im Wasser liegenden Schiff errichtet wurde. Bei unserem Blick ins Wasser konnten wir sehr gut die Umrisse dieses sehr großen Schiffes erkennen.

Dann ging es für uns weiter an die Nordküste und hier verbrachten wir einige Tage ganz privat in der Nähe von Haleiwa. Dieser Ort bezeichnet sich selbst als "Surf-Capital of the World", die Hauptstadt der Surfer. Denn hier gibt es in dieser Jahreszeit bis zu 10 m hohe Wellen. Allerdings waren die Wellen bei uns lange nicht so hoch, dafür hatten wir aber sehr schönes und ruhiges Sommerwetter im hawaiianischen Winter.

Hawaii gefällt uns bislang sehr gut, obwohl alles hier -auch aufgrund des momentan sehr schwachen Euros- für uns sehr teuer ist. Dafür gibt es allerdings einige tolle Erlebnisse vollständig gratis dazu. Dazu zählen natürlich die vielen Weltklasse-Surfer, die wir sahen, aber auch viele Wale an der nahen Küste und auch große Schildkröten, die ohne Scheu einfach aus dem Meer an den Strand krochen und es sich neben uns bequem machten. Aber all das ist natürlich für uns nur möglich, weil wir einfach unverschämt viel Zeit haben und nicht wie die anderen Touristen -vor allen Dingen die Asiaten- von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hetzen müssen.

   

   

   

Aloha in Waikiki

Donnerstag, 19.02.2015

Nach dem längsten Faschingsdienstag aller Zeiten mit 46 Stunden wird für uns aus Bula Aloha. Wir sind in Honolulu gelandet.

Vom Flughafen aus ging es gleich mit dem Bus der Linie 19 für zweieinhalb US-Dollar pro Person in das lebhafte Waikiki. Wir hatten ein Hotel in der Nähe des berühmten Strandes ausgewählt und nach dem Einchecken gingen wir gleich an diesen.

Was für eine Umstellung für uns. Erstmal mussten wir uns wieder daran gewöhnen, dass auf Straßen rechts gefahren wird. Also erst einmal links gucken, wenn man die Straße überqueren möchte. Und dann die vielen Menschen überall. Fast ausschließlich Asiaten, zumeist aus Japan, die die Stadt, in der auch Pearl Harbor liegt, bevölkern. Und aus "it's Fiji-Time, don't hurry, don't worry" wird hier lebhafte Geschäftigkeit. Uns gefällt vor allem das angenehme Klima. Statt totaler Hitze mit hoher Luftfeuchtigkeit wie in Fiji sind hier richtige Wohlfühltemperaturen.

Von unserem zentral gelegenen Hotel mit sehr schönem Swimmingpool erkunden wir die Gegend zu Fuß und lassen es relativ ruhig angehen. Allerdings müssen wir uns bereits wieder sehr um den Fortgang unserer Reise kümmern, was uns auch sehr beschäftigt, denn Hawaii hat viel mehr zu bieten als nur Honolulu und Waikiki.

   

Weihnachtsinselerfahrung am Faschingsdienstag

Mittwoch, 18.02.2015

Heute am Faschingsdienstag sind wir kurz vor Mitternacht in Fiji gestartet und haben auf dem Weg nach Hawaii einen für uns unerwarteten Stopp nicht etwa auf den Osterinseln, sondern auf der Weihnachtsinsel gehabt.

Und dennoch sind wir aber bereits am frühen Faschingsdienstag morgen, genauer gesagt 13 Stunden vor unserem  Abflug in Honolulu gelandet. Und das ist wirklich kein Aprilscherz: die Datumsgrenze macht es möglich.

Coral Coast

Samstag, 14.02.2015

Nach unserem sehr schönen Ausflug auf die Yasawas konnten wir in unserer verbleibenden Zeit natürlich nicht noch die restlichen vielen Inseln Fijis besichtigen. Daher entschlossen wir uns, wieder in Nadi angekommen die größte Insel Fijis, Viti Levu, genauer zu erkunden.

Von unserem Homestay in Nadi fuhren wir mit dem örtlichen Bus zum Busbahnhof und stiegen dort in einen weiteren Bus um, der uns entlang der Küste erstmal Richtung Süden brachte. Dieser Express-Bus war quasi ein Luxusbus, denn er war klimatisiert. Das brauchten wir auch, denn die hohe Luftfeuchtigkeit jetzt in der Regenzeit sorgt dafür, dass Mann und Frau ständig sehr geschwitzt sind. Und das betrifft nicht nur die Touristen, sondern auch die Einheimischen.

In der Regenzeit regnet es aber nicht die ganze Zeit, wie der Name vermuten lässt. Meist ist es tagsüber schön und abends gibt es oftmals heftige Regenschauer. Der Vorteil der Rainy Season, wie die Regenzeit hier genannt wird, ist, dass dann auch Low Season ist und kaum bzw. keine Touristen anzutreffen sind. Dies merkten wir gleich und dann immer wieder. Überall gab es Platz für uns und die Preise waren gut verhandelbar. Manchmal fühlten wir uns allerdings recht einsam, so ganz allein in größeren Hotelanlagen mit vielen schönen Buren (=Hütten) direkt am Strand, die bis auf unsere alle leer waren. Dafür hatten wir aber gute Gespräche mit den Angestellten, die froh waren, dass sie sich endlich um Gäste kümmern konnten.

Im aufstrebenden Küstenort Pacific Harbour an der Coral Coast hatten wir mehrere Übernachtungen, die besonders waren. Einmal wurden wir bei einer sehr intellektuellen und bestsituierten Familie in deren großen Archtitekten-Haus aufgenommen und einmal fanden wir eine Villa mit herrlichem Pool, die wir für einen geringen Preis ganz allein bewohnten. Und überall fühlten und spürten wir es wieder: dieses "we are on Fiji Time, no hurry and no worry". Alle Menschen sind so entspannt hier, selbst die Hunde juckt hier nichts, noch nicht einmal die Flöhe. Oh mein Gott, schick' alle Deutschen hierher, damit sie sehen, dass Leben auch anders geht!

   

Begutachtung des Fischfanges    Frühstücksplatz im Archtiktenhaus

Yasawa Islands

Montag, 09.02.2015

Eigentlich ist Fiji nur ein winziger Fleck auf der Weltkarte. Aber es ist mehr. Denn es sind tatsächlich 333 Inseln, große wie Viti Levu, wo unser Ankunftsort Nadi liegt oder kleinere Inselgruppen wie z.B. die Mamanucas oder die Yasawas.

Wir entschlossen uns die letztgenannten Inseln im Rahmen einer sieben Tage Tour zu bereisen. Diese Inselgruppe diente schon oft als Kulisse für bekannte Kino-Filme. So wurden hier zum Beispiel "Verschollen" (Cast Away) mit Tom Hanks gedreht und auch "Die blaue Lagune" mit Brooke Shields.

Früh morgens fuhren wir mit einem Katamaran im Hafen von Nadi los und erreichten unser erstes Ziel, die Insel Wayalailai nach guten zweieinhalb Stunden. Wir wechselten mit unserem Gepäck auf ein kleines Boot, das uns dann auf diese kleine Insel brachte. Dort wurden wir wieder -wie bereits am Flughafen in Nadi bei unserer Ankunft- mit Südsee-Musik empfangen und mit einem kräftigen "Bula" begrüßt.

Wir verbrachten viel Zeit mit der Familie, die diese einfache Unterkunft betreibt, führten interessante Gespräche mit den Einheimischen und wurden in die Kunst des Kava-Trinkens eingeweiht. Aus Wurzeln und mit Wasser wird ein Getränk in einer großen Holzschale angerührt und nach bestimmten Regeln danach mit einer halben Kokosschale geschöpft und diese in einem Zug geleert. Der Höhepunkt war aber mit Sicherheit der Bau eines Erdofens, dem so genannten Lovo, wo zuerst Steine über Holz erhitzt werden und nachher auf diesen heißen Steinen unterschiedlichste Speisen über Stunden schonend und abgedeckt von Palmblättern gegart werden. Wir bereiteten Hühnchen und Fisch in zuvor gebastelten Korbschiffchen aus Palmenblättern vor, aber auch Spinat ähnliche Blätter mit Zwiebeln in Kokosmilch und Cassava, die Südsee-Kartoffel. Es schmeckte, wie konnte es anders sein, natürlich vorzüglich.

Nach dem schönen Aufenthalt ging es danach für uns wieder mit einem kleinen Boot und dann wieder mit dem Katamaran weiter nach Norden zur nächsten Insel, die mindestens genauso paradiesisch war. Von unsere Bure (=Hütte), natürlich mit Hängematte, blickten wir direkt zum Strand, den wir praktisch für uns alleine hatten. Zur Not hätten wir aber auch ausweichen können, denn es gab hier noch zwei weitere Traumstrände.

Unsere letzte Insel auf den Yasawas war dann ein etwas größeres Eiland. Hier ließen wir zum Abschluß noch einmal in einem sehr gutem Resort die Seele baumeln, allerdings nicht nur das, sondern wir gingen am Sonntag auch in einem kleinen Dorf in die dortige Kirche.

Nach sieben wunderschönen Tagen mit der Realisierung unserer Südsee-Träume brachte uns der Katamaran wieder nach Denarau, dem Hafen von Nadi, zurück.

Wir hatten vor unserer Reise bereits viel über die Südsee gelesen und gehört, aber wir waren uns einig: man muß das Paradies selbst erlebt und erfahren haben, alles andere ist nur halb so schön!

   

   

   

 

Bye Kiwi, Bula Fiji

Montag, 02.02.2015

Bereits am Flughafen in Nadi wurden wir mit Südsee-Klängen und einem kräftigen Bula begrüßt. Bula ist hier nicht nur ein Wort, sondern mehr. Eigentlich heißt es Willkommen und gleichermaßen Guten Tag und man benutzt es hier sehr gerne.

Aber erst mal der Reihe nach: Bereits unsere kurze Anreise von Auckland aus mit Fiji-Airways war ein Genuß. Es gab eine dreier Sitzreihe für uns allein am Notausgang mit unendlich viel Beinfreiheit, kostenlose Getränke nach Wahl und gutes Essen, auf Wunsch sogar mehrere Portionen (ratet mal, wer das gerne ausgenutzt hat!). Und hier im Flieger spürten wir bereits zum ersten Mal "it is Fiji Time, Sega la Nega"(alles wird gut).

Für unsere ersten Nächte hatten wir ein wunderbares Bed&Breakfast ausgesucht, von einer Deutschen, die in eine Fiji-Familie eingeheiratet hat, geführt und zentral gelegen. Bereits am ersten Abend testeten wir den öffentlichen Nahverkehr, um erst einmal die Gegend zu erkunden. Öffentlicher Nahverkehr heißt hier auf Fiji offene Busse ohne Scheiben in den Fenstern (wozu auch!) und laute, aber schöne Musik während der Fahrt. Man zahlt einen Fiji Dollar beim Einstieg beim Fahrer und zieht an einer Leine, die eine Fahrradklingel auslöst, wenn man signalisiert, dass man aussteigen möchte. Den ersten Abend verbrachten wir im edlen Yachthafen bei Fiji-Klängen und Fiji-Tänzen, mit Fiji-Essen und Fiji-Bier. Die Südsee-Atmosphäre nahm uns weiter in ihren Bann.

Am nächsten Morgen, so wie es sich für einen anständigen Sonntagmorgen gehört, ging es nach einem unbeschreiblich guten Frühstück mit allem, was unser Herz begehrte, zum Gottesdienst. Die Messe, die in dieser christlichen Kirche abgehalten wurde, erinnerte uns zwar an zu Hause, nicht aber die Menschen in ihren leuchtend bunten Kleidern. Und statt Orgel gab es nur einige Gitarren und Okulelen mit einigen sehr guten Sängern.

An diesem Tag besuchten wir noch den "Garden of the Sleeping Giant", ein wunderschön angelegter großer Garten unterhalb traumhafter Kulisse. Die Bergkette dahinter wirkt wirklich wie ein schlafender, auf dem rückenliegender Gigant. Auch dieser Riese ruht gemütlich und irgendwie ist hier alles sehr relaxt, it's Fiji Time. Und genauso entspannt kümmerten wir uns um unsere Weiterreise. Bula Fiji und Vinaka (Danke), dass wir so schnell angekommen sind!

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